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Redeflussstörungen (Stottern / Poltern) bei Kindern

Wenn der natürliche Gesprächsfluss immer wieder unterbrochen wird, führt dies oft zu großer Verunsicherung bei Kindern und Eltern. In der Logopädie unterscheiden wir bei Redeflussstörungen hauptsächlich zwischen Stottern und Poltern.

Was ist Stottern?

Das Stottern zeichnet sich durch unfreiwillige Unterbrechungen im Redefluss aus. Häufige Kernsymptome sind:

  • Wiederholungen: Von Lauten, Silben oder Wörtern (z.B. "Da-da-da-das Auto").
  • Dehnungen: Unnatürliche Verlängerung von Lauten (z.B. "Mmmmmmeine Mama").
  • Blockierungen: Hör- und sichtbare Sprechblockaden; das Wort "steckt fest".

Oft kommen Begleitsymptome wie Mitbewegungen im Gesicht (Augenzwinkern, Blinzeln) oder Vermeideverhalten (Austauschen von Wörtern aus Angst vor dem Stottern) hinzu.

Was ist Poltern?

Beim Poltern spricht das Kind extrem schnell, oft hastig und überschlagend. Silben werden verschluckt oder verschmelzen, die Aussprache wirkt verwaschen. Im Gegensatz zum Stotterer ist sich das polternde Kind seiner Sprechauffälligkeit meist nicht bewusst.

Unser Therapieansatz

Das wichtigste Ziel ist es, dem Kind die Sprechfreude zu erhalten. In kindgerechten Spielen üben wir, den Sprechdruck zu reduzieren und einen weichen Stimmansatz ("Fluency Shaping") oder Modifikationstechniken anzuwenden, um Blockaden locker aufzulösen ("Stottermodifikation" nach Van Riper).

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist entwicklungsbedingtes, "normales" Stottern?

Zwischen dem 2,5. und 4. Lebensjahr durchlaufen viele Kinder eine Phase der "entwicklungsbedingten Sprechunflüssigkeit". Das Denken ist schneller als die Artikulationsmotorik. Dies verschwindet meist von selbst. Hält es länger als 6 Monate an oder zeigt das Kind Anstrengung, sollte es abgeklärt werden.

Machen Sie den ersten Schritt

Vermeidet Ihr Kind bestimmte Sprechsituationen? Lassen Sie uns gemeinsam den Redefluss entspannen.

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